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HCZ-Sommerserie - Teil 2

Was machen unsere Hockeycracks eigentlich im Sommer? Wie haben sie die vergangene Saison erlebt? Das und mehr gibt es in unserer Sommerserie. Diesmal mit unserem Offensivspieler Jérôme Vögeli.

Die Eishockeysaison wurde dieses Jahr aufgrund der Corona-Situation vorzeitig beendet. Doch was machen unsere Hockeycracks eigentlich im Sommer? Faul rumliegen und warten bis es wieder losgeht? Natürlich nicht. In unserer Sommerserie zeigen wir Euch, was unsere Zihlschlachter Spieler in der Zwischensaison beschäftigt. 

Die letzte Saison war für unsere Nummer 55 eine Berg- und Talfahrt. Noch vor Meisterschaftsstart stiess Jérôme Vögeli im Trainingslager heftig mit einem Teamkameraden zusammen. Die erlittene Gehirnerschütterung brauchte Zeit. Kaum zurück auf dem Eis folgten weitere kleinere Verletzungen. Doch die grosse Leidenschaft zum Eishockey half dem Offensivspieler bei der Heilung. Wir haben mit Jérôme Vögeli gesprochen. Sein Rückblick auf die vergangene Saison und weshalb er für keinen anderen Verein spielen würde, erfahrt ihr im Interview.

Wie hast Du den frühzeitigen Abbruch der Saison miterlebt?
Leider sind wir ja bereits im Playoff-Halbfinal ausgeschieden. Deshalb hat es uns sportlich nicht gross tangiert. Aber selbstverständlich wäre ich gerne noch bis zum eigentlichen Saisonschluss auf dem Eis gestanden. Vielmehr hoffe ich nun, dass die Lockerungen den Trainingsbetrieb ab August zulassen werden.

Bist Du grundsätzlich zufrieden mit der vergangenen Saison?
Für mich war die Saison nicht ganz einfach. Nach der Verletzung im Trainingslager habe ich mich zurück gekämpft. Danach wurde ich aber immer wieder von kleineren Verletzungen ausgebremst. Als ich dann endlich wieder mein Können voll ausschöpfen konnte, wurde ich gar von den eigenen Teamkameraden zum «Man of the Match» gewählt. Das war nochmals pure Motivation. Was die Leistungen des Teams anbelangt fällt meine Bilanz durchzogen aus. Obwohl wir immer motiviert und körperlich bereit waren, gelang es uns nur wenige Spiele zu gewinnen. Für mich unerklärlich. Ich hoffe nun, dass wir das richtige Rezept für nächste Saison finden.

Wie sieht dein persönliches Sommertraining aus?
Den Sommer über halte ich mich mit Fahrradfahren und Inlineskaten fit. Das tue ich übrigens fast das ganze Jahr über. Wenn immer möglich gehe ich auch mit den Inlines zum Training. Die Hockeytasche ziehe ich einfach hinterher. Einzig wenn es Glatteis hat, stosse ich mit meinen Fähigkeiten an Grenzen.

Welches ist dein Lieblingsreiseziel in den Sommerferien?
Wenn immer möglich besuche ich neue Orte auf der Welt. Für dieses Jahr habe ich keine konkreten Pläne. Auch weil an grössere Reisen ja momentan gar nicht zu denken ist.

Wo verstaust Du deine Eishockeyrüstung im Sommer?
Im Keller. Fein säuberlich steht sie bereit für nächste Saison.

Nutzt Du die Sommerpause auch für die Reinigung der Eishockeyausrüstung?
Nichts riecht wie eine Hockeygarderobe. Und da trägt meine Ausrüstung den Winter über wahrlich einen grossen Beitrag dazu. Aber die Saison über bleibt keine Zeit die Ausrüstung zu waschen. Deshalb hole ich das im Sommer nach. Alles was geht packe ich in die Waschmaschine und den Rest lege ich in der Badewanne ein. Somit ist das erste Training jeweils herrlich. Die Sachen duften frisch. Aber die Frische hält meist nur gerade das erste Training an. Man denkt die Arbeit war umsonst.

Welche Kleider trägst du sonst gerne?
Ich trage gerne lockere Kleidung, die mich nicht einengt.

Weshalb kannst Du es kaum erwarten wieder auf dem Eis zu stehen?
Eishockey ist der geilste Sport der Welt. Und das wird auch so bleiben. Deshalb freue ich mich bereits heute wieder auf dem Eis zu stehen. Ausserdem ist das Training ein Ausgleich zum Berufsalltag. Es freut mich immer wieder die Teamkameraden in der Garderobe zu treffen. Denn die Garderobe ist bekanntlich das Innenleben einer Mannschaft. Hier wächst man während einer Saison zu einer Einheit zusammen, hier wird man eingeschworen. Es sind alles Gefährten auf einer gemeinsamen Mission. Sprüche fallen, Geschichten werden erzählt, Anvertrautes bleibt in den vier Wänden. Geteilte Emotionen sowieso. Das ist das, was ich am Teamsport liebe.

Was sind Deine Ziele für die neue Saison?
Ich hoffe die nächste Saison verletzungsfrei zu sein. Ich bin mir sicher, dann geht bei mir noch mehr. Hierfür muss ich aber etwas ruhiger und vor allem mit mehr Selbstvertrauen spielen. Ich weiss, dass ich ein guter Spieler bin. Das möchte ich unbedingt zeigen können. Und natürlich sollen es mehr Tore werden. Als Offensivspieler möchte man am liebsten zuoberst auf der Topscorerliste des Vereins stehen. Rang vier in der letzten Saison war zu wenig. Ausserdem haben wir letzte Saison gezeigt, dass wir fast alle schlagen können. Wir müssen noch beherzter auftreten und dann können wir vorne mitspielen. Vielleicht müssen wir hierfür in der Mannschaft noch mehr den Rhythmus und ein Ritual finden, so dass wir den Fokus und das Adrenalin vor den Matches noch mehr steigern können. 

Wie wird dabei dein Motto lauten?
Gib alles und noch ein wenig mehr. Das werden hoffentlich auch alle meine Teamkameraden machen.

Weshalb spielst Du beim HC Zihlschlacht?
Wir haben ein super Team. Es ist immer lustig mit den Jungs. Ein anderer Verein kommt für mich nicht in Frage.

Und weshalb kommt ein anderer Verein gar nicht erst in Frage?
Seit ich meine aktive Zeit beendet und nur noch in der Plauschliga spiele, habe ich noch keinen anderen Verein gefunden, der so gut organisiert ist. Ausserdem sind alles hervorragende Leute. Es ist schön zu sehen, wie die grosse HCZ-Familie sich schätzt und wie sie angenehm miteinander umgeht. Alle spüren die Laune des anderen sofort. Jeder Spieler hat seine Eigenheiten. Doch alle akzeptieren sich. Ausserdem ist alles vertreten – von Neueinsteigern bis zu den absoluten Hockeycracks. Die Durchmischung bringt eine intensive Kommunikation. Das macht es interessant.